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Die Werra300 km langer Radwanderweg zwischen Thüringen und Hesseneinige Auszüge aus dem Manuskript: Persönliche Erlebnisse und landschaftliche Impressionen stehen bei diesem Vortrag gerne im Vordergrund, denn einmalig präsentierte sich die Landschaft vom Rennsteig bis zur Weser. Wir sind in der Hauptsache am Grenzfluss zwischen Thüringen und Hessen unterwegs, und auch das darf gelegentlich thematisiert werden, wir radeln an der ehemaligen innerdeutschen Grenze. Die familienfreundliche und ausgezeichnet beschilderte Strecke verläuft zum größten Teil auf Nebenstrassen und gut befestigten Feldwegen, dabei kommen wir namhaften Orten und Städten auf die Spur, wie Bad Soden Allendorf, Dem Monte Kali bei Heringen, Bad Salzungen, der Stadt Eisenach oder Schmalkalden, und vielen kleinen Orte, deren hessisch-hennebergischer Fachwerkbau einzigartig in Deutschland ist. Die circa 300 km lange Werra ist ein Nebenfluss bzw. Quellfluss der Weser. Der ursprüngliche germanische Name ist nicht eindeutig bekannt und so ist nur die römische Bezeichnung Visurgis gesichert überliefert. Visurgis ist sehr wahrscheinlich das lateinische Wort für Wiesenfluss. In römischer Zeit gab es nur diesen einen Namen für Werra und Weser, er bezeichnete den Fluss in seiner gesamten Länge von 744 km, was ihn zum längsten ausschließlich deutschen Fluss machen würde. Aus Visurgis wurde im Laufe der Jahrhunderte aqua Wisuraha, also Wiesenfluss. Aufzeichnungen aus der Zeit Karls des Großen nannten ihn Wirraha. Während der deutschen Sprachverschiebung im 12.-13. Jahrhundert vollzog sich die Namensteilung: Im Oberdeutschen blieb der alte Name des Oberlaufs Wirraha/Werra erhalten und aus einer Verschmelzung von Wirraha/Wisuraha entstand das niederdeutsche Werser oder hochdeutsch Weser. Die Klostermühle von Trostadt erzählt ihre ganz eigene Historie. An dieser Stelle soll ein Einheimischer zu Wort kommen, der sich mit den historischen Begebenheiten besonders gut auskennt. Zunächst möchten meine Bilder die einladende Atmosphäre des Landhotels vermitteln. Wo die Werra Verstärkung durch ihren Nebenfluss Schleuse erhält, wo aus den Seitentälern die Bäche Weißbach und Tachbach das vielgestaltige Werratal erreichen, wo linksseitig die Kalkfelsen des "Eingefallenen Berges" aus dem Wald herausleuchten, liegt das anmutige Städtchen Themar. Für Radwanderer ist Themar mit seinen zahlreichen und vielfältigen Übernachtungsmöglichkeiten ein idealer Etappenort auf dem Weg des Werratalradweges. Und wer etwas mehr Zeit mitbringen kann, den laden viele Sehenswürdigkeiten in und um die Stadt ein. Der "Eingefallene Berg" mit seiner Abrisswand stellt das größte Bergsturzgebiet Südthüringens dar. Die zum Teil noch gut erhaltene Stadtmauer mit ihren sieben Türmen, die der Stadt zum Ruf der "Stadt der sieben Türme" verhalfen, das 1711 fertig gestellte Rathaus, das im hennebergisch-fränkischen Fachwerkstil 1665 erbaute Amtshaus, die von 1488 - 1502 errichtete Stadtkirche "St. Bartholomäus" mit wertvollen Altären sind nur einige besuchenswerte Objekte. Für das Wasserwandern, das von immer mehr Besuchern entdeckt wird, stehen zwei Bootsanlegestellen bereit und im drei km entfernten Henfstädt kann man Kanus und Kajaks ausleihen. Weitere Stationen auf der Weiterfahrt nach Meinigen sind Henfstädt, Vachdorf, Belrieth und Maßfeld. |
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